Autor: Pagel, Peter

Kontinent / Land: Asien/ Indien

Ayurveda in Südindien
Cochin, 16. Dezember 2008. Wir flogen mit Emirates über Dubai nach Cochin. Der Flieger von Frankfurt nach Dubai glänzte mit einem supermodernen Bordunterhaltungssystem. Ein Breit-Bildschirm an jedem Platz ermöglichte vollendeten Filmgenuss.

Ankunft in Cochin
Nach Wochen im diffusen Winterlicht schmerzten die Augen der Fische in der Tropensonne, als sie frühmorgens aus dem Bauche ihres Flugzeugs krabbelten. Die Ankunftshalle des Flugplatzes schien noch aus den Kolonial-Zeiten zu stammen. Nachdem das Gepäck nach einer halben Ewigkeit endlich vom Band genommen werden konnte und Geld getauscht war, ging es mit dem Taxi ins etwa 30 km entfernt gelegene Cochin. Die Rushhour ließ das Fahrzeug nur langsam vorankommen. Ein unbeschreiblicher Verkehrslärm von Tausenden von Fahrzeugen, von denen die meisten einen Dauerhupton abzugeben schienen, drang uns in die Ohren .

Der Spaziergang
Nach unserer Unterkunft wagten wir einen ersten Spaziergang durch Cochin. Wir schlenderten an der Uferpromenade des Vembamat-Sees entlang, auf dessen anderer Seite sie den Hafen erkannten. Wir gelangten in das Marktviertel, in dem sich in Hunderten von kleinen Gässchen Laden an Laden reihte. Monika betrat einen altertümlichen Gewürzladen, in welchem duftende Gewürze in offenen Säcken und Kisten auf Kunden warteten.

Kathakalitheater
Am Abend fuhren wir mit Raman, dem Fahrer, der uns die nächsten fünf Tage begleiten sollte, auf die andere Seite des Vembamat-Sees um eine Kathakali-Vorstellung zu besuchen. In einem kleinen Museum erläuterte Raman Details dieser Form der Tanzkunst. Die Darsteller treten in prächtigen Kostümen kunstvoll geschminkt auf. Sie stellen Wesen aus der Hindu-Mythologie dar, welche in allerlei Händel verstrickt sind.

In einem Bereich des Museums bewunderten wir traditionelle Handwerkskunst. Ein Töpfer arbeitete an einer Tonscheibe, welche durch ein hölzernes Schwungrad angetrieben wurde. Er setzte das Schwungrad mit einem Stock in kreisende Bewegung und schaffte es, bevor das Rad wieder zum Stillstand kam, einen kompletten Topf zu fertigen.

Schließlich wurden wir in das Kathakaliheater geleitet. Auf der Bühne wurden zwei Schauspieler kunstvoll geschminkt. Ein halbes Dutzend fotografierende Touristen dokumentierten das Ereignis. Schließlich wurde es dunkel im Saal. Wir erlebten eine gleichermaßen lehrreiche und farbenprächtige Aufführung.

Mehr zu Kathakali
Die Kunstform Kathakali ist um dieselbe Zeit entstanden, als Shakespeare seine Dramen schrieb. Es war eigentlich nie eine Volkskunst. Das Verständnis der Inhalte der Vorstellungen setzt eine Kenntnis der großen Hinduepen voraus. Das war in alten Zeiten nur den königlichen Höfen und der obersten Kaste der Brahmanen möglich. Im Kathakali werden alle großen Themen der Menschheit behandelt, das Gute und das Böse, Schwäche und Mut, Armut und Reichtum, Krieg und Frieden.

Trommler und Sänger begleiten die Schauspieler, die die Geschichten mit ritualisierten Gesten der Hand (Mudras) und Mimik darstellen. Mit Schminke, fantastischen Kostümen, kunstvolle Frisuren und Meditation verwandeln sich die Akteure körperlich und mental in die Götter, Helden und Dämonen, die sie darstellen sollen.

Fort Cochin
Mittwoch, 17. Dezember 2008. Cochin besteht aus einer Reihe von Inseln und Halbinseln und aus Ernakulam auf dem Festland. Zwischen allen Stadtteilen verkehren Fähren. Brücken verbinden Ernakulam mit Willingdon und der Halbinsel, auf der Fort Cochin liegt.

Chinesische Fischernetze
Morgens ging es mit Auto und kundigem Führer über die Brücke von Ernakulam nach Fort Cochin. Zunächst besichtigten wir die chinesischen Fischernetze. Diese riesigen spinnennetzartigen Gebilde sind ein Erbe von Händlern am Hofe Kubla Kahns im 15. Jahrhundert. Mindestens vier Männer sind erforderlich um das System von Gegengewicht zu kontrollieren. Man verwendete die Netze hauptsächlich bei Flut. Wir wurden Zeuge wie sich die Fischer auch heute noch tatsächlich um einen Fang bemühen. Geschickt betätigten sie ein Gewirr von Seilen um das gewaltige Netz aus dem Wasser zu heben. Der Fang füllte gerade einmal ein kleines Eimerchen. Leider machen moderne Fischereitechniken die traditionelle Technik immer weniger profitabel.

Saint Francis
Anschließend ging es zur ältesten europäischen Kirche in Indien. Sie wurde 1503 von portugiesischen Franziskaner-Mönchen errichtet. Vasco da Gama starb 1524 in Cochin und wurde hier begraben. 14 Jahre später wurden seine Gebeine zwar nach Portugal überführt, aber sein Grabstein ist in der Kirche ist immer noch zu besichtigen. Um Frischluft brauchten sich die Gottesdienst-Besucher nicht zu kümmern. Über den Köpfen der Gläubigen sind große segelartige Tücher aufgehängt. Diese waren zur damaligen Zeit mit Seilen verbunden, die durch Öffnungen in der Kirchenwand nach draußen führten. Hier befanden sich hilfreiche Hände, welche die Segel hin und her bewegten und somit einen erfrischenden Luftzug erzeugten
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Dutch Palast
1555 errichteten die Portugiesen den Mattancherry-Palast. Sie schenkten ihm mit dem Radscha von Cochin als Geste des guten Willens und wollten damit vermutlich Handels-Privilegien erringen. Die Holländer renovierten das Gebäude im Jahr 1663. Daher stammt sein Zweitname Dutch Palast. Die Hauptattraktion im Palast sind erstaunlich gut erhaltene hinduistische Wandmalereien, die Szenen aus Hindu-Legende darstellen. Alle Räume sind mit prachtvoll geschnitzten Decken versehen. Der zentrale Saal befindet sich im ersten Stock und war früher ein Krönungssaal.

Jüdisches Viertel
Das jüdische Viertel ist eine geschäftige Gegend am Hafen und Cochins Zentrum beim Gewürzhandel. Juden wirkten hier seit vielen 100 Jahren vornehmlich als Kaufleute. Sie stammen ursprünglich aus dem französischen und spanischen Raum. Sie bildeten hier eine kleine Gemeinde von nur etwa 100 Mitgliedern, die sich nicht mit ihren Nachbarn vermischte. Geheiratet wurde häufig mit Juden außerhalb von Cochin. Während der vielen hundert Jahre in der die Juden hier lebten kam es zu keinerlei Reibereien mit den Nachbarn ihrer Umgebung. Die jüdische Gemeinde blutete aber fast völlig aus als Ende der vierziger Jahre viele der Mitglieder nach Israel auswanderten.

Die Synagoge
Die Synagoge wurde 1568 errichtet. Das Gotteshaus enthält eine vergoldete Kanzel und mit Weidenmustern handbemalte Bodenfliesen aus China. Sein Inneres wird prachtvoll durch Kandelaber und Lampen aus farbigem Glas beleuchtet. Oben gibt es einen Balkon für Frauen, die während der Gottesdienste nach orthodoxem Ritus von den Männern getrennt saßen.

Bummel durch Ford Cochin
Von dem hektischen Verkehrszentrum Ernakulam nach Fort Cochin kommend glaubten wir uns in eine andere Welt versetzt. Fort Cochin ist eine sonderbaren Mischung aus einem mittelalterlich portugiesischen niederländischen und englischen Dorf direkt an der tropischen Malaba-Küste. Hier streift man durch verträumte Gassen, entdeckt ein Village Green mit angrenzenden Klubs für die Oberschicht und die arbeitende Bevölkerung, sowie eine prächtigem Postamt. In den Gassen finden sich viele Restaurants und Cafes, die von indischer Küche bis zu italienischem Kaffee ein vielfältiges Angebot auch für den schmalen Geldbeutel bereithalten.

Die kleine dreirädrige Motor-Rikschas, welche in Thailand Tuk-Tuk heißen, werden hier Auto genannt. Mit einem derartigen Gefährt fuhren wir zu einem Fähranleger und von dort in einer Viertelstunde zurück in den indischen Alltag von Ernakulam.

Periyar Wildlife Sanctuary
Periyar, Donnerstag 18.Dezember 2008. Wir fuhren von Cochin aus etwa 150 km mit dem Auto ins nahe gelegene Bergland der Western Ghats. Unser Ziel war die Stadt Periyar Zentrum des Periyar Wildlife Sanctuary, des bekanntesten Naturschutzgebietes Südindiens. Die Fahrt dahin gestaltete sich im indischen Verkehr nach unseren Vorstellungen chaotisch. Hunderte von Autobussen, brachte Pilger zu einem Hindutempel in dieser Gegend. Diese Busse waren mit bunten Blumengirlanden geschmückt und manche zeigten das Bild der verehrten Gottheit.

Kuhhandel
Auf halber Strecke entdeckten die Reisenden am Straßenrand plötzlich unzählige Viehtransporter und dazwischen lagerde Kühe. Der Fahrer hielt an und bald erblickten wir in einem Talgrund neben der Straße Hunderte von dicht an dicht stehenden Rindern, die von ihrem Besitzer teilweise nur mühsam in Schach gehalten wurden. Hier wird jede Woche ein Rindermarkt abgehalten, bei dem die Besitzer ihre Tiere an umliegende Schlachthäuser verkaufen.

Plantation Tour
Nach weiteren eineinhalb Stunden und unzähligen Kurven einer Bergstraße erreichten wir das über 1000 m liegende Periyar. Periyar ist nicht nur das Zentrum eines Naturschutzgebietes. In dieser Gegend werden auch Gewürze aller Art angebaut. Dies geschieht nicht in Monokultur auf Feldern, sondern die Gewürze werden miteinander auf einer Fläche angebaut.

Unter Leitung eines kundigen Führers besichtigten wir eine derartige Gewürzpflanzung. Gewürze aus aller Herren Länder nicht nur Pfeffer aus Indien sondern auch Eukalyptus aus Australien und Vanille aus Madagaskar gedeihen hier prächtig in der großen Höhe und in einer häufig nässenden Wolkenschicht. Bei starkem Regen stapften wir unter Anleitung unseres Führers durch die Pflanzung, rochen hier und da an Blättern und kosteten Gewürzfrüchte. Die Einheimischen verwenden diese Gewürze gegen allerlei Krankheiten bis hinzu Diabetes und zur Krebsprävention. Kein Wunder, dass Monika anschließend in einem Gewürzladen ihre heimischen Gewürzbestände ergänzte.

Marsch durch die Wildnis
Freitag, 19. Dezember 2008. Heute hieß es früh aufstehen. Bereits um 7:00 Uhr in der Frühe unternahmen wir unter Leitung eines Wildhüters einen Erkundungsmarsch im Periyar Wildlife Sanctuary. Zunächst ging es mit einer Hand betriebenen Fähre über einen kleinen Fluss, anschließend in flottem Marsch zu einem leicht erhöhten Aussichtpunkt am Ufer eines künstlichen Sees, den die Engländer hier 1895 angelegt haben. Die Wanderer genossen den Blick auf eine etwa 40 Tiere starke weidende Bison-Heerde. Nur wenige 100 Meter weiter ästen etwa ein Dutzend Wildschweine. Weiter ging es durch den Regenwald. Im Gipfel eines allein stehenden Urwaldriesen entdeckte der Wildhüter ein Riesen-Eichhörnchen welches um das Vielfaches größer war als unsere einheimische Spezies. Immer wieder sprangen Affen über den Köpfen der Wanderer durch die Baumkronen. Nach etwa drei Stunden gelangten die Erdkunder wieder an ihrem Ausgangsort an.

Bootsfahrt in der Wildnis
Am Nachmittag unternahmen wir auf dem von den Briten angelegten künstlichen See eine Fahrt mit dem Schiff. Leider setzte mit der Abfahrt des Schiffes wieder Regen ein. Dennoch gelang es den Reisenden auf den freien Flächen in Ufernähe immer wieder einzelne Tiere oder Tiergruppen auszumachen. Meist handelte es sich um weidende Sambahirsche. Um die kostbaren Saris ihre Frauen vor der Nässe zu schützen schlossen die mitreisenden Inder einige der Fenster mit einem Vorhang. Die Aussicht wurde dadurch zwar stark eingeschränkt was aber der guten Laune der Mitreisenden in der keinerlei Abbruch tat. Wir hingegen waren doch etwas enttäuscht von diesem insgesamt doch sehr unspektakulär verlaufenden Ausflug. Die Einheimischen waren über die starken Regenfälle erstaunt, denn jetzt hätte es eigentlich Trockenzeit zu sein.

Zu den Backwaters
Kumarakom, Samstag, 20.12.2008. Vom hoch gelegenen Periyar ging es abwärts und bald erreichten die Reisenden das große Teeanbau-Gebiet der Western Ghats.

Tee-Fabrik
Am Rande der Straße lag inmitten der Tee-Felder eine Tee-Fabrik, die kostenlose zu besichtigen war. Wir waren als erste Besucher des Tages vor Ort und bekamen eine private Führung. Anschaulich konnten wir den gesamten Prozess der Tee-Herstellung verfolgen. Am Anfang schüttelte ein älterer Arbeiter die Teeblätter sorgfältig mit seinen Händen in einen Trichter und am Ende kam fertiger Tee- Staub heraus. Der ganze Prozess erstreckte sich über mehrere Etagen.Da gab es große Rollen, Fermentierer, Erhitzter und Siebmaschinen, die den Tee nach verschiedenen Klassifikationen ausssiebten. Am schönsten war der Blick ins Büro. Hier gab es noch keinen einzigen Computer. In den altertümlichen Büromöbeln türmten sich meterhohe Schriftstücke.

Auf der Weiterfahrt konnten wir Frauen bei der Tee- Ernte beobachten.In dieser Gegend wurde nicht von Hand gepflückt sondern die Blätter wurden mit kleinen Handscheren abgetrennt und fielen dann in einen Beutel, der am Arm getragen wurde. Je weiter es hinunter ging je mehr kam auch die Sonne heraus. Das tropische Klima hatte uns wieder.

Back Waters
Gen Mittag erreichten wir das Ziel unsrer Tagesetappe: Kumarakom. Kumarakom liegt 16 km westlich von Kottayam am Ufer des Wembanatsees und ist ein gemütliches Backwater-Städtchen. Hier logierten wir in einer komfortablen Hütte mit Blick auf einen Teich und widmeten uns am Nachmittag der Reiselektüre.

Mit dem Hausboot durch die Back-Waters
Kerala Back-Waters, Sonntag 21.12.2008. Die Back-Water-Tour begann nur etwa 100 m hinter der Unterkunft der Reisenden. Punkt 12:00 Uhr fand sich das gebuchte Hausboot am Anleger ein. Wir hatten ein Boot ganz für uns allein. Die aus drei Mann bestehende Besatzung, Steuermann, Koch, Matrose, hieß die Reisenden herzlich an Bord mit einem Blumenkranz willkommen.

Langsam glitt das Schiff in das Naturparadies der Back-Waters. Der Steuermann saß am Bug des Schiffes auf einen kleinen Stühlchen, vor sich das Steuerrad und rechts neben sich die Hebel zur Bedienung der Maschine. Dahinter befand sich unter einem geflochtenen Schutz ein gemütliches Sofa mit einem Tisch davor. So konnten wir gemütlich unsere Blicke über das Wasser schweifen lassen. Das Hausboot glitt an einem von Palmen gesäumt Ufer entlang. Pflanzeninseln schwammen vorbei, die die von Wasservögeln als Stützpunkt für6 ihre Fischzüge genutzt wurden. Nach etwa einer Stunde legte das Boot an. Wir bekamen einen Lunch mit Speisen aus Kerala serviert.

Nach einem kurzen Mittags-Nickerchen ging es weiter. Das Hausboot fuhr zunächst einen viele Kilometer langen schnurgeraden Kanal entlang. Zu ihrer linken Seite erblickten wir am Kanal unendliche Reisfelder deren Wasserstand mit Hilfe des Kanals reguliert wurde, und die unter halb der der Meereshöhe liegen.Das Hausboot folgte weiteren Kanälen und kleinen Seen und ankerte schließlich gegen 6:00 Uhr bei Sonnenuntergang.

Unterwegs wurden wir Zeuge des Alltagslebens der Bewohner. Hier spielt sich das Leben am Wasser ab. Frauen wuschen ihre Kleider, Kinder badeten, Männer standen am Ufer und genossen den Sonntag. Auch der Personennahverkehr funktionierte hier auf dem Wasser. Fähren kreuzten immer wieder den Weg des Hausbootes. Ein liebevoll zubereitetes indisches Dinner rundete den Tag ab.

Ayurveda beginnt
Nattika Beach, Montag 22.12.2008. Morgens um 8:00 Uhr setzte sich das Hausboot wieder in Bewegung. Es durchmaß einen relativ schmalen Kanal, erreichte einen großen See und kurz nach 9:00 Uhr endete die Fahrt an einem dicht mit Wasserpflanzen bedeckten Anlegeplatz.

Hier befand sich eine kleine Werft für Hausboote. Wir wurden Zeuge wie die geflochtene Verkleidung des Aufbaus hergestellt wurde. Die Aufbauten werden mit Streifen aus Bambusrinde geflochten, welche mit einfachen Handwerk zeugen hergestellt werden.

Ankunft im Ayurveda-Zentrum
Ein Fahrer war pünktlich zur Stellen. Das Auto bahnte sich seinen Weg auf einer zunächst vierspurigen Straße gen Norden. Glücklicherweise konnte der Moloch Cochin auf einer Umgehungsstraße umfahren werden. Einige Dutzend Kilometer nördlich von Cochin erreichten die Fische auf einer kleinen Nebenstraße ihr Ayurveda-Ressort in Nattika Beach. Jetzt war für die nächsten zwei Wochen Entspannung pur angesagt.

Der ärzliche Test
Bereits eine Stunde nach ihrer Ankunft geleitete ein Rezeptionist uns zum ärztlichen Eingangstest. Der Leitende Ayurveda-Arzt und seine Assistenzärztin nahmen sich der Erholungssuchenden an. Nach den üblichen Fragen welche Zipperlein man denn so mit sich herum schleppe, stellte der Arzt mittels einer Pulsanalyse fest, welche Doshas uns zuzuordnen sind. Insgesamt gibt es drei Doshas: Vata, Pitta und Kapha. Er ordnete Monika dem Mischtypen Vata-Pitta zu und Peter dem Mischtyp Vata-Kapha. Mit einer Festlegung der Behandlungsmethoden für die nächsten Tage endete die Sitzung.

Beim Dinner bemerken die Fische welche praktischen Konsequenzen diese Einteilung hatte. Jedem der drei Dosha-Ttypisierungen waren jeweils vier verschiedene warme Speisen zugeordnet. Da der Arzt uns als Mischtypen eingeordnet hatte, konnten wir uns unser Dinner sogar aus acht verschiedenen Speisen auswählen. Das Essen war rein vegetarisch. Zu trinken gab es warmes mit Kräutern versetztes Wasser.

Die Unterkunft
Wir wohnten in einer Hütte, wie sie in Kerala üblich ist. Sie besteht aus geflochtenen Wänden und einem geflochtenen Dach. Innen war die Hütte komfortabel eingerichtet mit einem schönen Bad nach europäischem Standard. Das Verblüffenste war die automatische Temperatur-Regelung. Im Inneren herrschten im tropischen Klima bei Tag und Nacht angenehme Temperaturen. Eine Klimaanlage war nicht vorhanden und auch absolut überflüssig.

Zweimal täglich Yoga
Nattika Beach, Dienstag 23.12.2008. Zu jeder Ayurvedakur gehört auch Yoga. Das Resort verfügte über ein Yogazentrum, welches am Morgen zwei und am Nachmittag einen Kurs anbot. Wir hatten uns entschlossen zweimal am Tage Yoga zu praktizieren. Beim Morgen-Kurs waren wir die einzigen Teilnehmer. Nachdem wir brav unsere Übungen absolviert hatten, kam der Yoga-Master zur Analyse: „Ihr beiden seit doch ziemlich steif. Ihr braucht dringend Yoga. Ihr müsst mindestens ein halbes Jahr lang täglich Yoga machen. Dann werdet ihr locker und glücklich wie andere Menschen auch.“ Sprachs und entließ die Fische in den Resortalltag.

Ganzkörpermassage
Am Nachmittag hatten wir unsre erste Anwendung. Der Doktor hatte verkündet, dass die ersten Anwendungen der inneren Reinigung dienen sollten. Sie wurde jetzt auf ungewöhnliche Weise vollzogen. Die Prozedur begann zunächst mit einer Kopfmassage. Schließen legten sich die Patienten mit dem Rücken in eine Holzpritsche. Dann begann die Synchron Massage, die Königin des Ayurveda. Synchron von beiden Seiten begannen zwei Masseure der ganzen Körper zu bearbeiten. Männer werden von Männern und Frauen von Frauen massiert. Anschließend drehte man sich in die Bauchlage und der hintere Teil des Körpers wurde bearbeitet. Die Masseure verwendeten für ihre Arbeit gut riechendes warmes Kräuter-Öl, welches während der Massage großzügig über den Körper verteilt wurde. Anschließend wurde der wohlmassierte Leib ins Dampfbad geleitet.

Das Dampfbad besteht aus einer hölzernen Kiste. Durch zwei Flügeltüren gelangt man in das Innere durch ein Loch in der Abdeckung schaut der Kopf nach außen. Um den Hals werden einige Handbücher drapiert, damit die Hitze nicht nach außen dringt. Anschließend bruzzelt der Patient etwa eine Viertelstunde in seinem Öle vor sich hin.

Anschließend geht es wieder auf die Holzpritsche. Ein Massagehelfer hatte inzwischen Stoffsäckchen mit Kräuterwurzeln in einer Pfanne warm gemacht. Anschließend wurde der ganze Körper mit diesen warmen Stoffsäckchen abgeklopft. Alle paar Sekunden wechselten die Masseure die bereits abgekühlten Stoffsäckchen gegen frische aus der Pfanne. Nach unzähligen Wechseln diese Art war der Körper auf beiden Seiten weich geklopft. Anschließend wusch ein Masseur in einem Baderaum das Öl mit kräftigen Güssen aus einem Kübel vom Körper. Eine zehnminütige Ruhepause auf einer Liege im Freien beendete die Prozedur.

Die Rückkehr des Fleisches
Nattika Beach, Heiligabend 2008. Peter erhob sich bereits in der Dämmerung aus seinem Bette, schlüpfte durch das Moskitonetz und begab sich barfuss in leichter Sportkleidung zum Strande des Indischen Ozeans und begann locker am Meeressaum entlangzulaufen. Auch die Fischer des nahe gelegenen Dorfes hatten sich bereits bei ihren Booten am Strand versammelt. Peters Füße malten mühsam durch den Sand. Als er zurückkehrte, begann sich bereits die Sonne über dem Horizont zu zeigen. Es wurde schlagartig warm.

Am frühen Nachmittag genossen wir die gleiche Ayurveda-Anwendung wie am Vortag. Anschließend waren sie dann doch recht erschöpft. Dies war anscheinend auch der Sinn dieser Übung. Die aufwändige Massage soll der Reinigung dienen und den Körper entgiften.

Indische Musik
Am späten Nachmittag wurde die Yoga-Halle in einen Konzertsaal umfunktioniert. Ein fünfköpfiges Orchester bot klassische indische Musik, die so genannte karnatische Musik dar. Monika, als praktizierende Musikerin mehr der europäischen Tradition verhaftet, konnte mit dieser Musik wenig anfangen. Es zog sie eher zum Weihnachtsschmaus.

Dieser war insofern ein besonderes High-Light, weil die Gäste heute am heiligen Abend zusätzlich zur vegetarischen Küche unter drei Flieschspeisen wählen konnten.

Rotes Sandelholz
Nattika Beach, Donnerstag 25.12.2008. Des Morgens wachte Monika mit einem schmerzhaften Ziehen beider Wangen auf. Ein Blick in den Spiegel verhieß nichts Gutes. Beide Gesichtshälften waren gerötet und mit einem leichten Ausschlag überzogen. Nach einigem Nachdenken erinnerte sich Monika das ihr Gesicht von der Masseurin bei der Behandlung mit einer Paste von aus rotem Sandelholz eingestrichen worden war. Diese Paste war anscheinend nicht vollständig abgewaschen worden und verursachte eine allergische Reaktion. Nach dem Frühstückt suchte Monika sofort den Chefarzt im Ayurveda-Behandlungszentrum auf. Dieser wollte ihr zuerst einmal nicht glauben, schickte aber schließlich die Assistenzärztin in den Garten um ein Stück natürlicher Aloe Vera aus den Trieben einer Aloe Vera Pflanze zu schneiden. Monika kühlte mit der feuchten Schnittfläche ihre Wangen. Und siehe nach relativ kurzer Zeit trat eine deutliche Besserung ein. Bei der Behandlung am Nachmittag wurde dann gänzlich auf das Sandelholz verzichtet und die Masseurin führte die Gesichtsmassage mit Aleo Vera durch.

Südindischer Tanz
Abends besuchten wir in der Yoga-Halle eine Vorführung Südindischen Tanzes. Im Gegensatz zur Kathakali-Aufführung, welche wir in Cochin genossen hatten, handelte es sich hier mehr um eine volkstümliche Variante südindischen Tanzes. Eine grün geschminkte und mit bunten Kleidern geschmückte Gestalt erzählte zugleich singend tanzend und schauspielernd eine Liebesgeschichte aus dem alten Indien. Zwei Sänger und ein Trommler begleiteten sie dabei.

Nattika Beach, Freitag 26. Dezember. Eine neue Variante der Ayurveda- Heilbehandlung wartete heute auf uns. Zunächst wurde, wie gewohnt, der ganze Leib etwa eine Stunde lang mit duftendem Öl von zwei Seiten synchron massiert. Dann ging es wie immer in die Schwitz-Kiste. Jetzt folgte etwas Neues: Ein Stirnguss. Die Masseure bedeckten die Augen mit einem Tuch. Über der Stirn des liegenden Patienten hängten die Masseure ein tönernes Gefäß mit einem Loch in der Mitte des Bodens auf. Dieses wurde sanft hin und her bewegt. Monika erhielt auf diese Weise im Bereich des Haaransatzes warmes Heilöl. Pete wurde mit kühler Buttermilch behandelt. Das Ganze dauerte etwa eine halbe Stunde. Die ausgelaufene Flüssigkeit wurde mit kleinen Bechern immer wieder in den tönernen Krug zurück geschöpft.

Das Wunderkind
Am späten Nachmittag durften wir wieder einem Konzert beiwohnen. Eine Rhythmus-Band, die ansonsten nur bei großen Tempelfesten auftritt, unterhielt die Gäste. Die Band bestand aus sieben Trommlern. Der jüngste, ein zwölfjähriger Junge, stand als Solotrommler in der Mitte seiner Kollegen, die ihn mit ihren Instrumenten begleiteten. Was wir hier zu hören bekamen war schlicht atemberaubend. Der junge Künstler, der seit seinem vierten Lebensjahr als Sohn eines Trommelartisten sein Handwerk von der Pike auf gelernt hatte, zeigte hohes handwerkliches Können und tiefe Musikalität. Er schlug die Trommel mit einem Schläger aus dem Holz des Jackfuchtbaums in der linken Hand. Die Finger der andere Hand waren mit Hartlederkappen bewehrt. Damit erzeugte der Künstler wahre Wunderwerke von Rhythmuswechseln und Klangfarben, von langsam bis blitzschnell, mit einer Hand oder beiden Händen gleichzeitig, dabei immer den Klang des ganzen Ensemble im Ohre habend.

Kur-Rhythmus
Nattika Beach, Samstag 27. Dezember 2008. Inzwischen haben wir den neuen Rhythmus unsere Urlaubstage verinnerlicht. Frühmorgens vor Sonnenaufgang macht Peter in in der Dämmerung seinen Strandlauf. Anschließend folgt eine Stunde Yoga und dann sofort das Frühstück. Danach geht es zum Strand um zwei bis drei Stunden im Angesicht des Meeres auf gemütlichem Liegen, durch ein Strohdach vor der Sonne geschützt, zu lesen. Monika zog es vor ein Hörbuch zu genießen. Nach dem Mittagessen folgt die Anwendung, welche stets zwei Stunden dauert. Danach geht es wieder eine Stunde zum Yoga. In dieser Woche folgt eine Kulturveranstaltung und anschließend das Abendessen.

Heute hat Peter beim morgendlichen Yoga zum ersten Mal den Kniesitz geschafft. Hierbei sitzt man mit dem Knie voran auf dem Boden und legt den Po auf die Fußsohlen, so dass sich Ober- und Unterschenkel berühren. Anfangs der Woche war Peter diese Position noch völlig unmöglich, aber, nach dem Training der verflossenen Yogastunden hat sich hier ein Wunder eingestellt. Die zuständigen Muskeln haben sich in erstaunlichem Umfang gedehnt.

Am Abend genossen wir in der Yogahalle eine Vorführung klassischen indischen Tanzes. Drei verschiedene Tänzerinnen demonstrierten nacheinander jeweils einen spezifischen Tanzstil. Drei Musikanten begleiteten sie. Meisterhaft demonstrierten sie das Zusammenspiel von Tanz, Gestik und Mimik.

Strand-Wanderung
Nattika Beach, 28.12.2008. Der Yogameister hatte heute seinen "weekly day-off", wie er uns schon in der vergangenen Woche angekündigt hatte. Die gewonnene Zeit nutzten wir für einen Strandspaziergang am Arabischen Meer. Alle 2 bis 3 km stießen wir auf kleine Fischer-Siedlungen. Fischerboote lagen auf dem Strand. Die Fischer saßen dazwischen und reparierten ihre Netze. Die lokalen Fischer fahren mit etwa 10 m langen schlanken Holzbooten auf das Meer hinaus. Sie treiben ihre Boote mit Paddeln oder Rudern an. Es ist faszinierend, dass sie in diesen kleinen Booten aufrecht stehen können und dabei das schwere Netz einziehen, ohne dass das Boot kentert oder sie selbst über Bord gehen. Hier und da stand am Strande ein Fischers-Mann, welcher sein Glück mit einem Wurfnetz versuchte. Wie gebannt starrten diese Spezialisten regungslos aufs Meer hinaus. Sie warteten auf den richtigen Wellenkamm, in welchem sie nach Erfahrung Meeresgetier erwarten konnten, warfen ihr Wurfnetz und hatten in den meisten Fällen auch ein Fischlein gefangen. Diese Fische wanderten in eine kleine Grube, welche der Fischer im Sand der Spülzone zwischen Meer und Strand gegraben hatte.

Seebestattung
Wir wurden Zeuge einer Seebestattung am Strande. Eine Familie, mit etwa 20 Mitgliedern, bestattete die Asche eines ihrer Angehörigen. Sie befand sich in einem dünnen roten Tongefäß, welches mit einem roten Tuch umwickelt war. Ein Mann hielt die Urne mit seinen Händen auf dem Kopfe fest und schritt rückwärts ins seichte Meer, wobei er von zwei anderen Männern gestützt wurde. Schließlich warf er das Gefäß mit Schwung rückwärts ins Meer, so dass sich der Inhalt der Urne im Meer verteilen konnte. Ein Helfer trug ein Gefäß mit Blumen, welches er ebenfalls dem Meer übergab.

Indische Kampfkunst
Die jahrtausendealte indische Kampfkunst Kalarippayat Payatist, der Urmutter aller Kampfsportarten Asiens. Nachdem sie 250 Jahre lang von den Engländern verboten war, wird sie heute in vielen Dörfern wieder gepflegt. Etwa 10 junge Kampfsportler brannten vor Sonnenuntergang in der Nähe des Strandes ein Feuerwerk von Darbietungen ab. Als Waffen kamen Schwerter, Lanzen, Knüppel, Dolche und der eigene Körper zum Einsatz.

Verquollene Augen
Am Morgen wachte Monika mit verquollenen Augen auf. Nach dem Frühstück bat sie die Assistenzärztin um Rat. Diese sagte, dieses Phänomen käme öfter vor, wenn man als Behandlung einen Stirnguss erhält. Man müsse dann mehr trinken. Gesagt getan. Monika schüttete noch mehr Kräuterwasser in sich hinein um die empfohlene 3-Liter-Grenze zu übertreffen. Mal sehen ob es nützt.

Downtown
Nattika Beach, Montag 29.12.2008. Nach dem Frühstückt marschierten wir von unserem Domizil zum 3 km entfernten Ort Nattika. Die Schulkinder strömten zur Schule. Einige riefen "Hi" andere fragten "What is your name" um ihre Engischkenntnisse anzuwenden. Zwei kleine Jungen wollten sich partout von Monika fotografieren lassen. In der Stadt gingen wir einmal die Hauptstraße hinauf und wieder hinunter. Monika hätte gern einen Schal gehabt und schaute sich hier und dort dementsprechend um. Letztendlich war die Suche vergebens und wir machten uns wieder auf den Heimweg.

Ayurveda-Behandlung
Dank der zusätzlichen Mengen an Kräuterwasser, die Monika in sich hinein stürzte, waren ihre Augen deutlich weniger verquollen. Peter schlief beim heutigen Stirnguss mit Buttermilch selig ein und schnarchte dabei lustig vor sich hin.

Folklore
Auch in Indien gibt es den Unterschied zwischen klassischer und volkstümlicher Darstellung von Tanz und Musik. Heute gastierte eine Truppe aus einem nördlich gelegenen Dorfe, welche ein Stück aus der indischen Sagenwelt präsentierte. Die Göttin Kali erschlägt jagt einen bösen Dämon. Drei Musiker und ein Sänger begleiteten zwei männliche Tänzer, welche die Göttin und den Dämon darstellten. Die Darstellung war einfach. Die Göttin, mit einer großen todbringenden Sichel in der Hand, rannte immer im Kreis um die Musikanten herum hinter dem Dämon her. Dabei verloren die Akteure immer wieder Teile ihres farbenprächtiges Kostümes so dass die Aufführung kurzfristig unterbrochen wurde, damit Helfer das Malheur wieder richten konnten. Nach einer dreiviertel Stunde lag der Dämon geschlagen am Boden.

Trommelwirbel
Nattika Beach, Dienstag 30.Dezember 2008. Der Tag verlief in angenehmer Erholungsroutine. Am Vormittag, während wir am Strand dösten, fräste ein Bagger einen langen Kanal durch den Strand. Durch diesen Kanal entleerte sich die Lagune, welche durch unser resort fließt, ins Meer. Vermutlich sollte Boden der Lagune mal gründlich geputzt werden. Der Yoga-Master beschäftigte sich heute ausschließlich mit Atemübungen. Richtiges Atmen soll Wunder wirken. Es soll unter anderem das Schnarchen beseitigen.

Trommeln und Trompeten
In der Dämmerung genossen wir den Sound einer professionellen Tempelband. Neben verschiedenen Schlaginstrumenten waren in der 15-köpfigen Formation auch drei Hörner vertreten. Die Musiker unterhielten die Gäste mit raffinierten Rhytmen angetrieben durch den Klang der Bläser.

Nattika Beach, Mittwoch 31.12. 2008. Die Reinigung unseres Körpers im Ayurveda-Behandlungszentrum ist abgeschlossen. Jetzt geht es darum, wieder frische Energien zuzuführen.

Die Reisanwendung
Wie immer erhielten wir zunächst ihre einstündige Synchronmassage mit edlem Massageöl. Es folgte der Schwitzkasten. Zurück auf dem Massagetisch verteilten die Masseure gekochten Reis am ganzen Körper der Kurenden. Die Stoffbeutel, mit denen sie die Körper unsere abtupften, enthielten in Kuhmilch gekochten Reis, welcher mit Kalzium versetzt war. Damit wurden wir jeweils eine Viertelstunde lang an der Ober- und Unterseite unsere Körper eingerieben. Anschließend wurde die Masse mit einem länglichen Schaber, welche aus einem Palmblatt gefertigt war, abgezogen.

Schals
Einige Damen hatten sich mit indischen Schals eingedeckt und führten diese stolz bei diversen Mahlzeiten vor. Das gefiel Monika und so nahm sie sich ein dreirädriges Taxi, welches hier Auto heißt, und packte auch den Gemahl in das Gefährt. Das Auto entließ uns nach 3 km vor einem vierstöckigen Bekleidungshaus. Im vierten Stocke konnte Monika nach Herzenslust Schals auswählen. Nachdem sie erfolgreich war, schloss sich ein ähnlicher Coup einige Läden weiter an. Schließlich trat Monika mit Schals schwer beladen die Heimfahrt an.

Die Silvester-Feier
Die Silvesterfeier bestand aus einem gelungenen Mix von Kultur und kulinarischen Genüssen. Der Abend begann mit Instrumentalmusik, welche sich fast wie Freejazz anhörte. Eingeladen waren nicht nur die Gäste sondern auch die Mitarbeiter des Resorts nebst ihren Familien. Zum Abendessen wurde unter anderem ein riesiger Fisch zerteilt, welcher vorher etwa zwei Stunden lang auf einen Grill zur Perfektion gegart wurde. Nach dem Abendessen genossen die Gäste eine zweistündige Kathakalivorstellung. Diese begann mit einer Einführung in die einzelnen Elemente der Mimik und Gestik dieser jahrhundertealten Kunst. Ein Feuerwerk markierte den Jahreswechsel.

Abschied
Wir genossen das Kurleben noch vier weitere Tage und flogen dann gestärkt über Dubai nach Hause.