Ayurvedareisen

Panchakarma Kuren

Bei einer ayurvedischen Panchakarma Kur werden die fünf traditionellen Reinigungswege einer Ayurveda Kur durchgeführt. Das Ziel der klassischen Reinigungskur ist es die Faktoren, die eine Krankheit verursacht haben bzw. entstehen ließen, zu beseitigen. Wörtlich übersetzt bedeutet Pancha = fünf und karma = Verfahren. Dabei gehört die Panchakarma Kur zu den wirkungsvollsten und intensivsten Therapien im Ayurveda.

Welche der Reinigungshandlungen bei einer Panchakarma Kur tatsächlich zur Anwendung kommen, ist vom jeweiligen Krankheitsbild abhängig und wird in Absprache mit dem behandelnden Ayurveda-Ärzteteam immer individuell anhand der Anamnese festgelegt.

Panchakarma Kuren bedeutet:

  • Eine intensive und reinigende Ayurveda Kur
  • Erfahrene Ayurveda MedizinerInnen vor Ort
  • Sanfte Yoga-und Meditationseinheiten
  • Wohltuende Ölmassagen


Blume und Handtuch im Ayurveda Resort

Ursprung & Hintergrund der Panchakarma Kur

Zu allen Zeiten und in allen Kulturen fanden im Frühjahr und im Herbst Reinigungsrituale statt. Dabei entfernten verschiedene Therapien die Stoffe aus dem Körper, die sich als Schlacken angelagert hatten. Heute hilft sich der Körper oft selbst, indem er in den Übergangsmonaten September/Oktober und im März/April mit Schnupfen und Erkältungskrankheiten seiner Toxine entledigt.

Die Menschen in den asiatischen Kulturen wissen um die große Bedeutung von Reinigungen und beziehen sie in ihr Leben ein. Ihr oberstes Ziel ist es, die Gesundheit zu erhalten und aufkommenden Krankheiten mit Reinigungstherapien die Grundlage zu entziehen. Umso bedeutender sind diese Anwendungen bei bereits bestehenden Beschwerden.

Die ayurvedische Panchakarma-Therapie ist eine Jahrtausende alte, sanfte, aber sehr tiefgreifende Methode, um Körper und Geist zu klären und das dynamische Gleichgewicht der Doshas wiederherzustellen. Damit bildet diese Reinigungskur das Herz der ayurvedischen Medizin.


Korb mit ayurvedischen Getränken und Gewürzen

Bedeutung des Panchakarma

„Pancha“ bedeutet „fünf“ und „Karma“ bedeutet „Vorgänge“, die Toxine und Schlacken im Körper lösen und über die natürlichen Ausscheidungsorgane (Darm, Harnwege, Blutgefäße, Schweißdrüsen) abgeben.

Diese fünf verschiedenartigen Therapien verhelfen dazu den Körper von gesundheitsschädigenden Faktoren zu reinigen und das Gleichgewicht wieder herzustellen.
Mit Panchakarma Kuren wurde eine außergewöhnliche Behandlungsweise zur Ausleitung giftiger Stoffwechselprodukte, die sich nicht auf natürliche Art durch das Ausscheidungssystem entfernen lassen, entwickelt. Hierbei wird der Stoffwechsel grundlegend umgestimmt, so dass der Körper zu seinem ursprünglichen Gleichgewicht zurückfinden kann.


Die 5 Therapieverfahren einer Panchakarma Kur

  1. Nasya Karma: Bei der Nasenreinigung werden ayurvedische Öle durch den nasalen Weg geleitet.
  2. Vamana: Beim therapeutischen Erbrechen wird durch pflanzliche Medizin natürliches Erbrechen herbeigeführt.
  3. Virechana: Die sanfte Abführtherapie durch Medikamente, reinigt besonders von Darmschlacken.
  4. Asthapana Vasti: Der therapeutische Einlauf mit Kräutertinktur reinigt den Dickdarm
  5. Anuvasana Vasti: Der therapeutische Einlauf mit arzneilichen Ölen beruhigt besonders Vata.

Einige MedizinerInnen haben Raktamoksha unter Panchakarma aufgenommen. Raktamoksha ist eine Therapie, bei der das verunreinigte Blut in kontrollierten Mengen „herausgelassen“ wird. Diese entgiftende Therapie wird je nach Krankheitsbild des Patienten wie bei der Blutspende mit einer Nadel durchgeführt. In den meisten Resorts wird Raktamoksha nicht mehr angewandt.

 


Panchakarma Kuren

Typischer Ablauf


Getrocknete Kamillenblüten auf einem Holzlöffel gitusik - iStock

Vorbereitung - Purvakarma

In der Vorbereitung werden durch Öl-Massagen, Schwitzkuren und eine abgestimmte, den Stoffwechsel anregende Ernährung schädliche Stoffe im Körper gelöst.

Hauptphase - Reinigung & Aufbau (Panchakarma)

Während der anschließenden Reinigungsphase mit den fünf Reinigungsritualen, werden die nun freien Stoffe aus dem Körper geleitet. Selten kommen alle fünf Rituale zum Einsatz. Die ÄrztInnen bestimmen für Sie die geeignete Panchakarmatherapie. Die anschließende Aufbauphase mit Rasayana dient dazu den Körper wieder belastungsfähig zu machen und zu stärken. Neben Ernährungsempfehlungen kommen wirkungsvolle verjüngende Kräuter – Rasayanas – bei der Aufbauphase zum Einsatz. Rasayana und Panchakarma sind folglich zwei Konzepte, die ineinander greifen und für optimale Ergebnisse normalerweise in Verbindung miteinander angewendet werden.

Hand mit ayurvedischen Getränk

Nachbereitung - Pashatkarma

In der letzten Phase geht es um Regeneration und Aufbau. Es gilt jetzt darauf zu achten, dass Sie erst langsam wieder in Ihren Alltag zurückkehren und das durch die Kur geschwächte Agni nach und nach wieder an andere Lebensmittel heranführen. Sie erhalten oft von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin Medikamente, die Sie nach Hause mitnehmen können


Frau erhält Kopfbehandlung bei Ayurveda Kur

Panchakarma Kur zur Behandlung von Krankeiten

Die Panchakarma-Kur dient sowohl dazu, Krankheiten vorzubeugen, als auch spezielle Beschwerden zu behandeln. Dazu zählen:

  • Rheumatische Erkrankungen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Unklare Schmerzzustände, Stoffwechselstörungen
  • Über- und Untergewicht
  • Psychosomatische Beschwerden
  • Atemwegserkrankungen, Hautkrankheiten und ein instabiles Immunsystem.

Mit der körperlichen Reinigung wird auch die Psyche von “Ballast“ befreit, was oft das positive Lebensgefühl steigert.


Empfehlung zur Vor- und Nachbereitung

(von Dr. Janna Scharfenberg)


Vor der Panchakarma Kur

  • 2 Monate davor keine zusätzlichen intensiven Reinigungsprozesse durchführen.
  • Beginnen Sie 1–2 Wochen zuvor leichte Kost zu essen, Suppen, Kitchari, viel Flüssigkeit, ein leichtes Abendessen etc.
  • Mindestens 3–5 Tage vorher Kaffee, schwarzen Tee und grünen Tee vermeiden.
  • Die grundlegenden Ernährungstipps weiter vorne in der Broschüre können Ihnen bei der Vorbereitung auf eine Kur und bei dauerhaften Integration gesunder Routinen helfen.

Nach der Panchakarma Kur

  • Es wird empfohlen, nach der Behandlung einige Tage lang auf der Ayurveda-Diät zu bleiben. Es ist wichtig, sich ganze 6–7 Tage Zeit zu nehmen, um allmählich zu einer Pre-Panchakarma-Diät zurückzukehren.
  • Trinken Sie danach weiterhin mindestens 3–4 Tassen heiße Flüssigkeit pro Tag, vorzugsweise einfaches heißes Wasser.
  • Meist bekommen Sie aus der Kur Medikamente für Zuhause mit, die Sie zur Stabilisierung des Behandlungserfolges einnehmen können.


Häufige Fragen

Wie viel kostet eine Panchakarma Kur?

Eine traditionelle Panchakarma Kur in Indien kostet ab 1092€ für 14 Tage. 

Wie lange sollte eine Panchakarma Kur dauern?

Bei der Panchakarma Kur handelt es sich um eine intensive Auszeit bei welcher der Körper genügend Zeit für die Nachbehandlung benötigt. Daher empfiehlt sich bei dieser Kur-Variante ein Aufenthalt ab 14 Tagen. Ideal sind 21 Tage.

Gibt es einen bestimmten Ernährungsplan bei einer Panchakarma Kur?

Unsere Nahrung wird im Ayurveda gleichsam als Medizin gesehen. Frisch aus der Natur, unverarbeitet und ohne Zusatzstoffe enthalten Lebensmittel am meisten Prana – Lebensenergie. Deshalb erhalten Sie während Ihrer Kur frisch für Sie zubereitete und auf Ihr Dosha abgestimmte Speisen

Kann ich während einer Panchakarma Kur auch Ausflüge unternehmen?

Ausflüge sind während der Ayurveda Kur grundsätzlich möglich, sollten jedoch in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Kontakt

+49 2226 1588-00 info@neuewege.com